Kollisionsvermeidungssystem für den Bergbau (FEATureFACE)

Kollisionsvermeidungssystem für den Bergbau (FEATureFACE)

22 % aller Unfälle im Bergbau in den USA lassen sich laut Untersuchungen der Mine Safety and Health Administration (MSHA) allein auf eine eingeschränkte Sicht zurückführen. Weitere Gefahrenpotentiale kommen dazu: So fordern unterschiedlichste Aufgaben die volle Aufmerksamkeit von Maschinenführern und Unterstützungspersonal, so dass das Risiko, sich selbst oder andere in gefährliche Situationen zu bringen, relativ hoch ist. Ein universelles Warnsystem soll diese Risiken verringern.

Im Rahmen des FEATureFACE-Projekts wurde ein neues Konzept für ein Kollisionsschutzsystem entwickelt, das die Einhaltung künftiger Richtlinien in diesem Sektor vereinfachen soll. Das System integriert zahlreiche Technologien, sodass es präziser und zuverlässiger ist als die bisher verfügbaren Systeme. Die Initiative wurde mit Mitteln aus dem Forschungsfonds für Kohle und Stahl der Europäischen Kommission, dem RFCS, unterstützt.Feature-Face-Grafik

LCM brachte in das Projekt seine Erfahrungen im Bereich Positionierungs-Systeme ein. Es wurde eine Alternative zu den bisher verwendeten, teilweise aber unzuverlässig arbeitenden, elektromagnetischen Systemen gesucht. Als zusätzliches physikalisches Prinzip wurde die Ausbreitung von Schall gewählt. Darauf aufbauend, wurde ein Positionierungs-System (Sound Based Location System, SBLS) entwickelt, das Bergleute im Umfeld von Maschinen auch bei Sichtbehinderung auf wenige Zentimeter genau lokalisieren kann.

Tests in der Trainingsmine Recklinghausen bestätigten die Funktionalität auch bei starkem Umgebungslärm. Inzwischen wurde das System von LCM vom ursprünglichen 2D-Betrieb auf 3D-Lokalisierung erweitert. Der erste Platz unter den akustischen Systemen bei der „Microsoft Indoor Localization Competition 2016“ zeigte auch hier die Überlegenheit des gewählten Ansatzes.

Projekteckdaten:

Koordinator: RWTH Aachen

Förderlinie: “Research Fund for Coal and Steel”: RFCR-CT-2012-00001

Budget: ca. EUR 3.585.000,-

Projektlaufzeit: 36 Monate

Projektstart: Juli 2012

Projekttype: Research and Innovation

Projektkonsortium: Forschungseinrichtungen (AT, DE), Firmenpartner (AT, DE), Minenbetreiber (DE, CZ, PL)

Projekthomepage: www.imr.rwth-aachen.de

Fähigkeiten

Gepostet am

17. März 2017

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