Linz, Mai 2018: Das oberösterreichische Hightech-Mechatronik-Forschungsunternehmen Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM) vereint die besten Techniker-Köpfe unter einem Dach. In diesem akademikerdominierten  Umfeld war die Ausbildung eines Mechatronik-Lehrlings eine absolute Premiere. Nun hat der erste Lehrling, Patrick Weißengruber, dem Forschungsunternehmen mit seinem ausgezeichneten Erfolg alle Ehre gemacht.

Vor 3,5 Jahren wurde einem Lehrling die Möglichkeit einer Ausbildung gegeben. „Wir wollen die gesamte Bildungskette abbilden, also vom Lehrling bis zum Dissertanten“, erklärt Gerda Klammer, Human Ressource Managerin LCM. Auch, weil man in den Werkstätten und Labors dringend hochqualifizierte Unterstützung braucht, habe man sich erstmals zur Ausbildung eines Mechatronik-Lehrlings entschlossen, ergänzt LCM-Geschäftsführer Gerald Schatz. „Dass das eine goldrichtige Entscheidung war, zeigen die Freude unseres Teams über die Zusammenarbeit mit Patrick Weißengruber – und natürlich seine herausragende schulische Leistung.“

Komplettes Ausbildungs-Neuland für LCM

Es war komplettes Ausbildungs-Neuland für die Linz Center of Mechatronics, da bis dato noch nie ein Lehrling ausgebildet wurde. Patrick Weißengruber, war daher als einziger und erster Lehrling ein Exot. Von Anfang an war aber bei LCM klar, dass Weißengruber die besten Rahmenbedingungen für die Ausbildung erhalten soll. Verantwortlich für die innerbetriebliche Ausbildung war LCM Mitarbeiter Peter Heinetzberger, der als Lehrlingsbeauftragter die Lehrlingsausbildung für LCM, und somit für Weißengruber, konzipiert hat.

 „Wir waren natürlich gezwungen, neue Wege zu gehen, um die besten Rahmenbedingungen für Patrick zu ermöglichen“, beschreibt Peter Heinetzberger die Situation. So knüpfte man bezüglich der mechanischen Grundausbildung Kontakte zu der räumlich sehr nahen Johannes-Kepler-Universität, wo schon einige Jahre Werkzeugbautechniker ausgebildet werden. „Weiters gibt es bei uns kaum Routinetätigkeiten, so war Herr Weißengruber ständig in neuen Projekten gefordert.“

Wie schnell sich Weißengruber auf wechselnde Aufgaben einstellen kann, habe er bei der Lehrabschlussprüfung gezeigt, betont Heinetzberger. „Obwohl Patrick Weißengruber im LCM nur wenig Zeit mit dem Programmieren von SPS Steuerungen verbrachte, konnte er sich doch als Bester unter seinen Berufsschulkollegen beweisen.“

Lehrlinge aus bekannten großen Industrie-/Produktions-Betrieben

Viele der Berufsschulkollegen von Patrick kommen aus bekannten großen Industrie-/Produktions-Betrieben wie der voestalpine, Fronius, TGW oder Engel, die seit Jahren Lehrlingsausbildung im großen Stil betreiben. LCM ist kein klassisches Industrie- oder Produktionsunternehmen, sondern ein Entwicklungspartner für die Industrie, was flexibles und rasches Reagieren auf wechselnde Anforderungen von allen MitarbeiterInnen verlangt.

„Die insgesamt dreieinhalbjährige Ausbildung war extrem abwechslungsreich und lehrreich“, fasst der 20-Jährige zusammen. „Jetzt bin ich frisch gebackener „Facharbeiter der Mechatronik“ und es stehen mir viele Wege offen. Fix ist nur, dass ich beim LCM bleibe!“

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