Experten und Visionäre aus verschiedensten heimischen Konzernen starteten am 17. Oktober 2017 ihre gemeinsame Expedition in die Zukunft. Startpunkt war das Bischöfliche Gymnasium Petrinum Linz. Das Ziel: Die Blockchain-Technologie kritisch zu durchleuchten und Anwendungsszenarien für die Industrie zu entwickeln. In diese Zukunft befördert sie das Projekt „Human-Time-Machine 2033“, das den neuartigen „Open-Foresight“-Ansatz verfolgt. Dabei steht der offene Ideenaustausch zwischen den teilnehmenden Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen im Zentrum. Initiatoren sind die Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM) und das Institut für Strategisches Management an der Johannes Kepler Universität Linz.

Das Potenzial der Blockchain-Technologie ist in aller Munde. Sie ist die Basis für Kryptowährungen (z.B. Bitcoin oder Ether), verteilte manipulationssichere Datenbanken und sogenannte „Smart Contracts“, das sind selbst-exekutierende Vereinbarungen, die kein Vertrauen voraussetzen.

„Dieses Potenzial wollen wir auf die Geschäftsfelder unserer Partnerunternehmen projizieren.“, erklärt Bernhard Bergmair, Koordinator des Projekts. Was bedeutet das für die Prozessindustrie? Welche neuen Geschäftsmodelle werden im Maschinenbau dadurch entstehen? Was ist Best-Practice für eine konkrete Blockchain-Implementierung? Und welche Rahmenbedingungen muss die europäische Politik für einen gesetzesmäßigen Einsatz von Blockchains schaffen?

Diese und noch derzeit unbekannte Fragestellungen wird das Expeditionsteam der Human-Time-Maschine 2033 im nächsten Jahr aufwerfen und mit internationalen Blockchain-Experten diskutieren. Mit dabei sind diesmal Atos IT Solutions and Services GmbH, Energie AG, ENGEL AUSTRIA GmbH, Fabasoft AG, Greiner Technology & Innovation GmbH, Oberbank AG sowie die voestalpine Stahl GmbH.  „Forschungserkenntnisse zeigen, dass gerade das branchenübergreifende Agieren besonders wertvoll ist, um bestehende Denkmodelle zu überwinden und unkonventionelle Lösungsansätze zu kreieren.“, sagt Regina Gattringer, Leiterin des Instituts für Strategisches Management.

Auf der Projekt-Agenda stehen Foresight-Workshops, Experteninterviews,  Diskussionen mit Keynote-Speakern und umfassende Recherchen zur Analyse des aktuellen Wissenstandes im Bereich Blockchain. Das Ergebnis daraus sollen Trends, verschiedenste  Szenarien sowie impulsgebende Ideen im Forschungsfeld sein, die sich auf die einzelnen Unternehmen projizieren lassen. Gerald Schatz, Geschäftsführer von LCM, argumentiert den großen wirtschaftlichen Nutzen für die Teilnehmer: „Zur Konzeption individueller Zukunftsstrategien, innovativer Produkte und neuer Geschäftsmodelle sind diese Ergebnisse eine entscheidende Basis.“

Über LCM

Seit über 15 Jahren ist die LCM – Linz Center of Mechatronics GmbH ein Innovationstreiber in verschiedenen Technologien der Digitalisierung. Die Vernetzung, die durch diese Technologien ermöglicht wird, erfordert zusätzlich eine strategische Top-down-Sicht auf mechatronische Möglichkeiten im aktuellen und künftigen sozio-technischen Umfeld. LCM gestaltet diese Trends aktiv mit und ist mit internationalen Know-How-Trägern verschiedenster Disziplinen vernetzt. Dieses Wissen macht LCM für seine Kunden verfügbar, eröffnet neue Perspektiven und geht gemeinsam den Weg bis zur Umsetzung.

Über JKU – Institut für Strategisches Management:

Das Institut für Strategisches Management an der Johannes Kepler Universität Linz hat zum Ziel, für aktuelle unternehmerische Herausforderungen (z.B. technische und soziale Veränderungen) innovative Lösungsansätze – durch hochklassige Forschung, Lehre und Praxisprojekte – zu bieten. Im Speziellen liegt der Fokus zurzeit auf der rechtzeitigen Identifikation derartiger Entwicklungen (Strategic Foresight und Open Foresight) und in der Erforschung der Auswirkungen dieser Trends (z.B. Digitalisierung, Globalisierung, Vernetzung) auf die Formulierung und Implementierung innovativer und wettbewerbsfähiger Strategien und Geschäftsmodelle.

 

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